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16. Juni 2015
Ein Fall für die Geschichtsbücher

"Es ist eine historische Medaille, die erste für Österreich bei Europaspielen - Bettina, wir sind stolz auf Dich", kommentierte ÖOC-Präsident Karl Stoss bei der internen Medaillenfeier für Bettina Plank im Österreich-Quartier im Athletendorf.

Die 23-jährige Heeres-Sportlerin, die in Linz studiert und im Budokan Wels trainiert, hatte am 13. Juni 2015, dem ersten Tag der European Games in Baku in der Gewichtsklasse bis 50 kg die Silbermedaille geholt.

Im Finale muss sich die 23-Jährige der türkischen Weltranglisten-Ersten Serap Özcelik knapp mit 0:1 geschlagen geben.
„Ich war vorsichtiger als noch in der Vorrunde, eine Aktion hat den Ausschlag gegeben, wir haben gleichzeitig angegriffen, ihr wurde der Punkt zugesprochen. Aber ich bin sehr zufrieden mit Silber“, meinte Plank.

Schon in der Elimination Round (im Pool B) am Vormittag hatte sie sich der Türkin mit 0:3 geschlagen geben müssen.
„Da habe ich mehr riskiert. Die Vorrunde verlief für mich generell zäh. Ich war sehr nervös. Erst im Halbfinale hab‘ ich dann wirklich meinen Rhythmus gefunden.“

Zuvor war sie als Gruppen-Zweite (nach zwei Siegen – jeweils 1:0 gegen Nurana Aliyeva/AZE und Monika Berulec/CRO bzw. einer Niederlage) in die Medaillen-Runde aufgestiegen.

Im Semifinale hatte sich Plank sensationell gegen die Weltranglisten-Zweite Alexandra Recchia (FRA) mit 2:0 durchgesetzt. „Dieser Erfolg zählt sehr viel.“

Unter den 2.000 Zuschauern in der Halle waren u.a. IOC-Präsident Thomas Bach und Fürst Albert II von Monaco.

Am Abend des 15. Juni 2015 kehrten Bettina Plank und Coach Juan Luis Benitez Cardenes aus Baku zurück. Am Flughafen Wien wurden sie von Mitgliedern ihres Vereines Karate-do Wels sowie des Landesverbandes Wien herzlich willkommen geheißen.

 
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