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21. September 2014
Silber und Bronze in La Coruna

Beim 1. Intercontinental Female Karate Cup in La Coruna (Spanien) gewannen Alisa Buchinger und Bettina Plank Silber und Bronze für Österreich.

Der Wettkampf in der galizischen Küstenstadt war von vielen Nationalteams als Formüberprüfung vor der Weltmeisterschaft Anfang November in Bremen genützt worden, weil er nach dem World Games-Modus ausgetragen wurde. Das bedeutet, daß die Kämpferinnen bei einer Niederlage nicht gleich aus dem Bewerb ausscheiden, sondern innerhalb ihres Pools gegen jede Gegnerin kämpfen müssen. Danach trifft im Semifinale die Siegerin von Pool 1 auf die Zweitplazierte von Pool 2 sowie die Siegerin von Pool 2 auf die Zweitplazierte von Pool 1. Die beiden Siegerinnen dieser Runde kämpfen danach im Finale um Gold und Silber, die beiden Verliererinnen um Bronze.

Bereits am Samstag, 20. September 2014, konnte sich die österreichische Damen-Equipe über Edelmetall freuen. Bettina Plank gewann in der Gewichtsklasse bis 50 kg ihre Auftaktbegegnung gegen Berta Montaner (Spanien) mit 8:0. Danach mußte sie sich der Ägypterin Areeg Said Youssef zwar 0:4 geschlagen geben, gewann aber ihren nächsten Kampf gegen die Portugiesin Ana Madure mit 5:0. Im Semifinale unterlag sie der Spanierin Rocio Sanchez mit 0:2, holte sich aber gegen die Ägypterin Marwa Kassem Bronze durch einen Kampfrichterentscheid.

Zuvor hatte schon die junge Niederösterreicherin Kristin Wieninger aufhorchen lassen, die gerade erst aus der Junioren- in die Allgemeine Klasse aufgestiegen war. Sie erreichte im Kata-Einzelbewerb das Viertelfinale und mußte sich dort nur knapp Rita Morgado (Portugal) mit 2:3 geschlagen geben.

Der zweite Wettkampftag stand dann ganz im Zeichen von Alisa Buchinger. Sie dominierte die Gewichtsklasse bis 68 kg ganz klar und zeigte dies gleich in ihrem ersten Kampf gegen die Portugiesin Catia Saravia, die sie mit 9:0 vor der Zeit abfertigte. Danach folgte ein 7:3-Sieg gegen Yasmin Hossam Eldin (Ägypten) und ein 1:0 gegen Karen Jimenez (Spanien). Das Semifinale gegen die Portugiesin Catarina Vilhena geriet wieder zu einer Demonstration der Extraklasse der Salzburger HSZ-Sportlerin und endete vor der Zeit mit 10:1. Im Finale gegen die Spanierin Cristina Vizcaino mußte sich Buchinger zwar 0:1 geschlagen geben, dennoch, so Sportdirektor Mag. Ewald Roth, könne man das nicht als Niederlage empfinden, denn die Unterstützung durch das rein spanische Kampfgericht sei zu offenkundig gewesen. „Bei der WM wird diese Unterstützung fehlen, da wird die Sache dann anders aussehen.“

Überdies sei das Ergebnis bei diesem Wettkampf ohnehin sekundär gewesen, der Hauptzweck habe in der Überprüfung der aktuellen Formentwicklung und dem Sammeln von Informationen für die weiteren Trainingsinterventionen im Hinblick auf die WM gelegen. „La Coruna war für uns auf jeden Fall die Reise wert“, zieht Roth zufrieden Bilanz.

 
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