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11. Februar 2013
Gold und Silber für Österreich bei Karate-EM

Alisa Buchinger und Bettina Plank wurden ihrer Favoritenrolle voll gerecht und holten am 10. Februar 2013, dem dritten Tag der Karate-EM Gold und Silber in der Klasse U 21.

Alisa Buchinger, Titelverteidigerin und als Premier League-Gesamtsiegerin die große Favoritin, hatte nach einem Freilos in der ersten Runde etwas Mühe, ihrer Rolle gerecht zu werden. Zwar beherrschte sie ihre Gegnerinnen in Runde 2 (Helena Kuusisto, Finnland) und Runde 3 (Nikola Barth, Ungarn) klar, sie vermochte sich jedoch nicht klar in Führung zu bringen. Besonders knapp war es in Runde 3, als sie, 1:2 im Rückstand, erst eine Sekunde vor Ende der Kampfzeit den Anschlußtreffer zum 2:2 landen konnte. Der Kampfrichterentscheid ging in beiden Runden klar mit 5:0 für Buchinger aus. In Runde 4, dem Semifinale, fand sie jedoch zu ihrer wahren Stärke zurück und besiegte die Serbin Tamara Pokrajac mit 4:0. Ebenso klar dominierte sie im Finale gegen die Türkin Busra Seyda Turan, der auch die frenetische Unterstützung durch das heimische Publikum nicht half. Buchinger siegte mit 4:0 und verteidigte damit erfolgreich ihren EM-Titel in der Klasse U 21 plus 60 kg.

Bettina Plank zeigte sich in der Gewichtsklasse bis 53 kg so überlegen wie noch nie. Zum Auftakt besiegte sie die Slowenin Tjasa Bertoncelj mit 4:0, anschließend fertigte sie Nurane Aliyeva (Aserbaidschan) mit 8:0 vor der Zeit ab. In Runde 3 besiegte sie die Russin Nika Kadzova mit 3:0, das Semifinale gegen die Italienerin Alessandra Hasani entschied sie mit 1:0 für sich. Im Finale gegen die Luxemburgerin Jennifer Warling geriet Plank zwar gleich mit 0:1 in Rückstand, doch gelang es ihr in der Folge, diesen Rückstand aufzuholen und in eine 3:2-Führung zu verwandeln. Doch 23 Sekunden vor Schluß landete sie einen so harten Treffer am Kopf der Luxemburgerin, daß diese von der Kampffläche getragen werden mußte. Die Folge war natürlich die Disqualifikation von Bettina Plank und damit war die bereits in Reichweite befindliche Goldmedaille dahin. "Das war wirklich Pech, Bettina hätte sich Gold mehr als verdient", ärgert sich Sportdirektor Mag. Ewald Roth.

"Aber, das ist Jammern auf hohem Niveau", meint er angesichts einer rotweißroten Medaillenbilanz, die "alle Erwartungen übertroffen hat". Gold durch Alisa Buchinger, Silber durch Bettina Plank, Bronze durch André Gratzer sei ein "Traumergebnis". "Unsere jungen Sportler werden bei der Heim-WM 2016 in Linz im Höchtstleistungsalter sein."

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